Der königliche Eisberg: Warum wir oft aneinander vorbeireden und wie wir das ändern

Hier findest Du alle Fragen, die wir in diesem Blog Artikel beantworten:

Hand aufs Herz: Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, warum dieses „ganz normale Leben“ manchmal so verdammt kompliziert sein muss? Da dämmert einem in der Mitte der Jahre, dass die Jugend unwiderruflich vorbei ist, die eigenen Träume zwischen Bausparvertrag und Überstunden langsam zerfasern, und dann versteht einen nicht mal der eigene Partner oder der langjährige Kollege. Man spricht Deutsch, der andere auch – und trotzdem fühlt es sich an, als würde man gegen eine meterdicke Wand aus Watte reden.

Vielleicht hatten Sie neulich auch so einen Moment: Sie präsentieren ein – aus Ihrer Sicht – perfektes Angebot für die Gesundheit eines Hundes, basierend auf dem mineralischen Gleichgewicht nach Konrad Reiber, und das Gegenüber lehnt ab, als hätten Sie ihm gerade saure Milch angeboten. In solchen Momenten fragt man sich: „Wo bleibe ich eigentlich bei diesem ganzen Wahnsinn?“

Hier spricht Ihr Thorsten Schröter, und ich kann Sie beruhigen: Sie sind nicht verrückt. Die Lösung für dieses Rätsel liegt tief unter der Wasseroberfläche. Ich habe mir für Sie das Konzept des „Königlichen Eisbergs“ von Alex Fischer angeschaut und zeige Ihnen heute, wie wir dieses Wissen nutzen können, um endlich wieder verstanden zu werden und echte Verbindungen aufzubauen.

Das Prinzip der sechs Äpfel: Jeder lebt in seiner eigenen Matrix

Stellen Sie sich vor, fünf Menschen stehen um einen Tisch und schauen auf einen Apfel. Wie viele Äpfel gibt es in diesem Raum? Die meisten würden sagen: „Einen, Thorsten, was für eine Frage!“ Doch die Wahrheit ist: Es gibt genau genommen sechs Äpfel. Es gibt den Apfel, wie er wirklich ist, und dann gibt es fünf völlig unterschiedliche Wahrnehmungen davon im Kopf der Betrachter.

Der eine denkt an Omas Apfelkuchen, der nächste an das Logo auf seinem Smartphone, und der dritte hat vielleicht eine Allergie und verspürt beim bloßen Anblick Juckreiz. Dieses einfache Gesetz – jeder sieht die Welt völlig anders als Du – ist der Grundstein für alles, was wir im Team Schröter unter menschlicher Kommunikation verstehen. Wenn wir das nicht begreifen, ist Streit vorprogrammiert, weil wir fälschlicherweise annehmen, der andere müsse doch genau dasselbe sehen wie wir.

Der Eisberg unter der Oberfläche: Warum 99 % unsichtbar sind

Warum nennen wir das Ganze „Eisberg“? Ganz einfach: Bei einem echten Eisberg sieht man nur die Spitze. Bei uns Menschen ist das genauso. Nur etwa 1 % unseres Wesens ist oberhalb der Wasseroberfläche sichtbar und uns bewusst. Das sind die Dinge, die wir direkt aussprechen oder logisch begründen können.

Die restlichen 99 % liegen im Dunkeln – unter der Oberfläche des Bewusstseins. Dort brodeln Faktoren, die unsere Sichtweise jeden Tag beeinflussen, ohne dass wir es merken. Alex Fischer nennt diese Faktoren „Wahrnehmungsfilter“. Wenn Sie also das nächste Mal eine Reaktion bei Ihrem Gegenüber „verursachen“, die Sie überhaupt nicht nachvollziehen können, denken Sie daran: Sie sehen nur die Spitze des Eisbergs, aber Sie wissen nicht, was da unten gerade gegen Ihren Bug kracht.

Vergleichswerte: Der Verstand kann nicht ohne Referenz

Der mächtigste aller Filter ist der Vergleichswert. Unser Verstand ist wie ein Hochleistungsrechner, der ständig Informationen mit bereits gespeicherten Daten abgleicht. Ein Beispiel aus der Küche verdeutlicht das perfekt: Tauchen Sie eine Hand in eiskaltes Wasser und die andere in heißes. Danach stecken Sie beide in lauwarmes Wasser. Die „Eis-Hand“ wird schreien: „Heiß!“, während die andere Hand meldet: „Kalt!“.

Dasselbe Wasser, derselbe Körper – völlig unterschiedliche Realitäten, nur wegen des Vergleichswerts aus der unmittelbaren Vergangenheit. Im Business oder im Privatleben ist das nicht anders: Womit vergleicht Ihr Kunde gerade Ihr Angebot? Mit der billigen Dose aus dem Supermarkt oder mit der Gesundheit seines geliebten Tieres? Wenn Sie den Vergleichswert nicht kennen, schießen Sie im Dunkeln.

Der "Film des Lebens": Ihre ganz persönliche Aufzeichnung

Jeder von uns trägt seinen eigenen „Film des Lebens“ mit sich herum – eine individuelle Aufzeichnung aller Erfahrungen, die wir je gemacht haben. Wenn zwei Menschen über das Thema „Baby“ sprechen, hat die eine vielleicht Bilder von einer glücklichen Kindheit im Kopf, während die andere an eine schmerzhafte Trennung denkt.

  • Unterschiedliche Filme bedeuten unterschiedliche Realitäten.
  • Wahrnehmung ist niemals objektiv.

Diese Filme sorgen dafür, dass wir in einer Art eigener „Matrix“ leben. Erst wenn wir verstehen, dass das Gegenüber einen völlig anderen Film schaut als wir, können wir aufhören, uns über deren „unlogische“ Reaktionen zu ärgern.

Traumatische Erlebnisse und getriggerte Vergangenheit

Kennen Sie das? Jemand reagiert völlig überzogen auf eine Kleinigkeit. In der Psychologie, aber auch in Ansätzen wie der Meridian-Energie-Technik nach Franke, wissen wir um die Macht der Trigger. Wenn Sie vor zehn Jahren mal ein faules Ei gegessen haben, wird Ihnen heute beim Anblick eines frischen Eies vielleicht immer noch übel – ganz egal, wie logisch das ist.

Die Vergangenheit wird in der Gegenwart „wiederbelebt“. Ein Chef, der in einem bestimmten Tonfall eine Korrektur verlangt, kann bei einem Mitarbeiter ungewollt alte Erinnerungen an einen strengen Vater oder Lehrer triggern. Wir im Team Schröter achten darauf, diese unsichtbaren Wunden zu respektieren, anstatt sie mit „Verkaufsgeschwafel“ zu übertünchen.

Die Excel-Falle: "Weiße Informationen" in unserem Kopf

Alex Fischer beschreibt ein wunderbares Phänomen: den Praktikanten, der eine Excel-Tabelle „löscht“, indem er die Schriftfarbe einfach auf Weiß stellt. Für das Auge ist die Tabelle leer, aber der Computer rechnet mit den unsichtbaren Zahlen im Hintergrund weiter und liefert völlig falsche Ergebnisse.

So ist es auch in unserem Verstand. Wir verarbeiten ständig „weiße Informationen“ – alte Glaubenssätze wie „Geld verdirbt den Charakter“ oder „Ich werde ohnehin nie befördert“. Wir sind felsenfest davon überzeugt, dass unsere Entscheidungen logisch sind, während wir im Hintergrund mit veralteten oder falschen Daten kalkulieren. Wahre Expertise beginnt dort, wo wir anfangen, unsere eigenen „weißen Zahlen“ kritisch zu hinterfragen.

Eisbergsichere Kommunikation: Verantwortung für das Ankommen

Wenn wir wissen, dass Kommunikation meistens ein einziges großes Missverständnis ist, wie kommen wir da raus? Die Lösung ist die eisbergsichere Kommunikation. Die wichtigste Regel lautet: Der Sender ist dafür verantwortlich, dass die Botschaft so ankommt, wie sie gemeint war.

  • Geben Sie Orientierung: Worum geht es, was ist der Kontext?
  • Setzen Sie den Rahmen (Frame): Definieren Sie den Zweck des Gesprächs.
  • Klären Sie Begriffe: Nutzen Sie übereingestimmte Definitionen, anstatt zu raten.

Es ist wie in der Landwirtschaft: Wenn der Boden (der Kontext) nicht bereitet ist, wird die Saat (Ihre Botschaft) nicht aufgehen.

Der magische Satz: Erst kundschaften, dann angreifen

Bevor Sie versuchen, jemanden von einer Idee zu überzeugen – sei es die Umstellung der Ernährung oder der Einstieg in unser Geschäft –, müssen Sie den Eisberg des anderen erkunden. Alex Fischer gibt uns dafür ein mächtiges Werkzeug an die Hand: den magischen Satz.

„Ok. Nur dass ich es richtig verstehe: Warum bist Du der Meinung, dass …?“

Dieser Satz ist Gold wert. Er bestätigt das Gegenüber wertfrei und öffnet die Tür zu dessen Vergleichswerten. Anstatt zu argumentieren, stellen wir Fragen: „Womit vergleichst Du dieses Angebot gerade?“ oder „Was müsste passieren, damit Du Dich bei dieser Entscheidung sicher fühlst?“ Erst wenn wir die „Matrix“ des anderen verstehen, können wir eine echte Brücke bauen.

Wissen anwenden: Vom Studieren zum Können

Wir lernen hier nicht für eine Prüfung, sondern für das echte Leben. Konfuzius sagte schon: „Lass es mich tun, und ich werde es können. Wahres konzeptionelles Verstehen erreichen wir nur, wenn wir das Wissen mit unserer eigenen Person verknüpfen.

Arbeiten Sie mit Wissensnetzen? Ziehen Sie die „tragenden Fäden“ aus übergeordneten Prinzipien? Wenn die Grundlagen sitzen, fallen die Details nicht mehr durch die Löcher Ihres Verstandes. Im Team Schröter helfen wir einander, dieses Wissen Schritt für Schritt in die Praxis umzusetzen, in Ihrem eigenen Tempo.

Abschließende Gedanken von mir:

Die Welt mag sich manchmal wie ein „Krieg der Eisberge“ anfühlen, in dem jeder versucht, dem anderen seine Sichtweise aufzuzwingen. Doch Sie haben jetzt einen unfairen Vorteil: Sie wissen, dass der Eisberg existiert.

Nutzen Sie dieses Wissen, um gnädiger mit sich selbst und anderen zu sein. Wenn Sie das nächste Mal das Gefühl haben, gegen Wände zu sprechen, atmen Sie tief durch, lächeln Sie mit einem Augenzwinkern und fangen Sie an zu „kundschaften“. Es ist der Weg zu mehr Harmonie, besseren Geschäften und einem Leben, in dem Sie endlich wieder den Platz einnehmen, der Ihnen zusteht.

Herzlichst,

Ihr Thorsten Schröter

Thorsten Schröter

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